Bericht PNP | 02.02.2009
X-treme braucht dringend Nachwuchs
Nur noch 15 Mitglieder im Röhrnbacher Jugendtreff - Trotzdem mehrere Aktionen geplant

Gemeinsam für die Jugend: 2. Bürgermeister. Josef Scholler, (v.l.) Kreisjugendpfleger Franz Throner, Jugendbeauftragter Leo Meier (4.v.l.), Vorstand Daniel Peschl (5.v.l.), Pfarrer Markus Krell (2.v.r.), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Ferdinand Spoor (5.v.r.) mit Jugendtreff-Mitgliedern. (Foto: Lorenz)
Röhrnbach. Trotz eines sehr vielfältigen Angebotes an Aktivitäten und schönen Räumlichkeiten hat der Jugendtreff derzeit nur noch 15 Mitglieder. Vorstand Daniel Peschl und seine Vorstandsmitglieder sind über diese Entwicklung mehr als betrübt. „Vielleicht haben viele Jugendliche oder deren Eltern einfach ein falsches Bild von uns und dem Jugendtreff“, vermutet er anlässlich der Jahreshauptversammlung.
Das wäre nicht gerechtfertigt. Schließlich bemühen sich die jungen Leute sehr und beteiligen sich am gemeindlichen sowie kirchlichen Geschehen, wie im Jahresrückblick deutlich wurde. Zum Beispiel obliegt der Barbetrieb beim Pfarrball der x-treme-Mannschaft und auch beim Faschingszug sind die Mitglieder alljährlich sehr kreativ. Anlässlich des traditionellen Flohmarktes im Spätsommer boten sie im vergangenen Jahr eine Kinder-Disco an und beim Ostermontag-Kirta verdienten sie sich mit Kaffee- und Kuchenverkauf Geld für die Kasse. Als absolutes „Top-Ereignis“ bezeichnete Daniel Peschl das Fußball-Kleinfeldturnier, bei dem 80 Jugendliche mitkickten. Ebenso wurde ein Dart-Turnier in den Räumen im Pfarrheim abgehalten. Die beiden LAN-Partys wurden diesmal nicht so angenommen und so wurde darüber spekuliert, sie in diesem Jahr ausfallen zu lassen.
Eine ganz besondere Verbindung haben die Jugendlichen aber zum Seniorenwohnheim Rosenium aufgebaut. So besuchen sie alljährlich die Bewohner zu Silvester und auch zu Pfingsten statteten sie sehr zur Belustigung der Senioren als „Wasservögel“ ausgerüstet einen Besuch ab. Sehr gut angenommen wurde auch die Nikolausaktion.
Kassier Robert Vekonj hatte keine guten Nachrichten bezüglich des Kassenbestandes: „Aufgrund des Einbruchdiebstahls kurz vor Weihnachten hier im Jugendtreff fehlen uns die gesamten Einnahmen der Weihnachtsfeier und auch die neu angeschaffte Registrierkasse wurde gestohlen.“ Ohne dieses Desaster hätte der Jugendtreff eine ausgeglichene Bilanz aufweisen
Einbruch vernichtete
Weihnachts-Einnahmen
können, so aber einen ordentlichen Verlust eingefahren. Der sehr großzügige Zuschuss seitens der Marktgemeinde und eine Spende von der Sparkasse Röhrnbach ermöglichten es, dass die veralteten Computer durch drei moderne ersetzt und ein neuer Kicker angeschafft werden konnten. Zudem schlug die neue Sicherungs-Software ordentlich zu Buche. Eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte die Jugendbeauftragte der Marktgemeinde, Elisabeth Lorenz, und so konnte die Vorstandschaft einstimmig entlastet werden.
Der Geschäftsführer des Kreisjugendringes, Franz Throner, freute sich, dass der Jugendtreff in Röhrnbach trotzdem so problemlos funktioniert. Er schlug auch vor, die Satzung entsprechend abzuändern und die Altersbegrenzung nach oben zu streichen. So hätten auch frühere, aber schon ältere Mitglieder wieder die Möglichkeit, „ihren“ Jugendtreff aufzusuchen und sich miteinzubringen. Ab 14 Jahre kann man bereits Mitglied werden, in die Vorstandschaft wählbar ist man erst mit 18 Jahren. Auch einer Änderung innerhalb der Vorstandschaft wurde zugestimmt. Ab sofort ist der Kreisjugendring automatisch als 3. Vorstand im Verein geführt und kann so gezielter miteinwirken.
Jugendbeauftragter Leo Meier informierte, dass auch der Jugendtreff ab sofort sich auf der Homepage www.jugend-roehrnbach.de präsentieren könne. Außerdem finden diesen Sommer die „Dorfkulturtage“ in der Region statt und auch hier ist ein Programm für Kinder und Jugendliche geplant, an dem sich der Jugendtreff beteiligen soll, denn die Abschlussveranstaltung dieses Großprojektes findet in Röhrnbach statt.
„Tag der offenen Tür“
soll Interesse wecken
Jugendbeauftragte Elisabeth Lorenz schlug vor, sich bei den vielen Veranstaltungen in Röhrnbach öfters mit einem „Tag der offenen Tür“ anzuhängen, um so ganz unverbindlich den Interessierten, aber auch ihren Eltern den Treff zu präsentieren.
Pfarrer Markus Krell dankte der Vorstandschaft für die geleistete Jugendarbeit. Er schlug vor, sich eventuell bei der Abschlussfeier der Hauptschule in irgendeiner Form darzustellen oder mitzuwirken. „Aber lasst Euch vor allem von diesem Einbruch nicht entmutigen! Hier geht es weniger um den finanziellen Verlust oder Sachschaden. In erster Linie tut es einfach weh, dass das, wofür ihr euch abgemüht habt, einfach zerstört wurde“, zeigte Pfarrer Krell Verständnis.
2. Bürgermeister Josef Scholler überbrachte die Grüße des Marktgemeinderates und würdigte die ehrenamtlich geleistete Arbeit der jungen Vorstandschaft. „Jugendarbeit ist wichtig, aber sicher auch schwierig“ meinte er, „aber ich finde, dass die Jugendlichen in diesem Treff sehr gut aufgehoben sind und hier wirkliche Wurzeln finden können.“ – le
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